Handgepäck: Was Du nicht vergessen solltest!

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Wer kennt es nicht: Kaum ist man von zuhause aufgebrochen, hat man das Gefühl, etwas vergessen zu haben. Als erstes denkt man dann natürlich daran, dass man irgendwas im Gepäck oder Handegepäch vergessen hat. Und dann gibt es da wieder diese Momente im Zug oder im Flugzeug. Die Klimaanlage ist im Antarktis-Modus oder die Flugangst steigt. Und dann kommt die Gewissheit: Man hat etwas wichtiges im Handgepäck vergessen. Nach dem Lesen diesen Beitrags vergisst du hoffentlich nichts mehr in deinem Handgepäck.

Das solltest du im Handgepäck nicht vergessen

Auf Reisen gehen bedeutet, sich Gedanken zu machen. Über den Grund der Reise oder das Reiseziel. Dann wäre da noch die Art des Transports zum Zielort oder die Buchungsplattform, wo du deine Reise gebucht hast. Ist alles unter Dach und Fach und die Reise steht kurz bevor, muss man sich Gedanken über sein Reisegepäck, Aufgabe- oder Handgepäck machen. Viele Menschen reisen ohnehin nur mit kleinen Handgepäck-Koffern, die für die gängigen Günstig-Airlines passend sind. Umso ärgerlicher also, wenn du wirklich auf etwas verzichten musst, dass du vergessen hast.

In diesem Beitrag geht es um das Handgepäck, welches du im besten Fall mit ins Flugzeug nimmst, oder im Zug und Auto direkt griffbereit hast.

Foto: Reisepass im Handgepäck nicht vergessen
Deinen Reisepass / Personalausweis solltest Du auf jeden Fall in deinem Handgepäck nicht vergessen! Er eignet sich auch für Tolle Fotos. Foto: unsplash / @agusdietrich

Dokumentenmappe für Reisedokumente

Solltest Du zu den Menschen gehören, die ihre Flugtickets nur noch digital auf dem Smartphone dabei haben … lass dir gesagt sein: Das kann böse in die Hose gehen. 😉 Mir wurde in Italien mal das Handy geklaut, auf dem alle Board- und Zugkarten für die Reise waren. Zum Glück hatte ich alles noch in ausgedruckter Form in einer kleinen Dokumentenmappe dabei.

Das klingt oldschool – und ist es vielleicht auch. Mit der Dokumentenmappe und ausgedruckten Tickets verhält es sich so, wie mit einer Versicherung. Du wirst sie vermutlich nicht brauchen, aber wenn du sie hast, bist du abgesichert. Tritt dann Ernstfall ein, dann bist du froh, wenn du versichert bist – und nicht vergessen hast, deine Tickets ins Handgepäck zu packen.

Reisepass oder Personalausweis nicht nicht vergessen

Das klingt wie ein No-brainer, aber auch das kommt vor. Dabei geht es aber in erster Linie nicht darum, dass du wirklich vergisst, deinen Personalausweis oder Reisepass in dein Gepäck zu packen (oder die oben erwähnte Dokumentenmappe). Viel mehr geht es darum, dass du die Gültigkeit deiner Reisedokumente vor Abreise prüfst! Auf das Ablaufdatum des Ausweises schaut man selten drauf … und die Zeit rennt. Die Dinger laufen schneller ab, als man denkt. 😉

Für die Einreise in gewisse Länder muss dein Reisepass bei der Rückreise noch sechs Monate gültig sein. Überprüfe das vorher, um später am Flughafen keine Probleme zu bekommen. Solltest du feststellen, dass dein Reisepass nicht mehr lange genug gültig ist, kannst du bei deinem zuständigen Amt einen Express-Ausweis ordern.

Bankkarten, Kreditkarten und Bargeld

Auch bei EC-Karte, Maestro-Karte oder Kreditkarte: Bei jeder dieser Karten gibt es ebenfalls Sachen, die man vergessen kann. Ist dir beim lesen dieser Aufzählung aufgefallen, was ich nur in der Überschrift erwähnt habe? Das Bargeld! Ich gehöre zu den Menschen, die kaum noch Bargeld nutzen. Mein Portemonnaie besitzt nichtmal mehr ein Fach für das Kleingeld, weil ich fast nur Kartenzahlung betreibe.

Wenn ich ins Ausland reise, habe ich neben meiner Kreditkarte, auch immer meine ganz normale Bankkarte dabei. Allerdings nehme ich auch immer ein paar Euro in bar mit. Die kann man immer gebrauchen. In Florida (USA) wird sogar dringend empfohlen, Bargeld dabei zu haben, falls man auf einem Parkplatz überfallen wird. Die Räuber wollen dort nicht viel. Wenn du ihnen ein paar Dollar gibst, lassen sich dich in Frieden und hauen schnell wieder ab.

Für Menschen ohne Kreditkarte noch ein Tipp: Prüfe, ob das GeoControl deiner Bankkarte für die Reise deaktiviert ist. Mit eingeschaltetem GeoControl kommst du außerhalb Europa am Automaten nicht mehr weit. GeoControl kannst du im Regelfall über das Onlinebanking deaktivieren. Prinzipiell würde ich aber jedem empfehlen, sich eine günstige Reisekreditkarte zu besorgen. Das bietet viele Vorteile.

Kleine Snacks als Mahlzeit

Ich weiß nicht warum, aber viele Menschen denken, dass man keine Nahrungsmittel durch die Sicherheitskontrolle an einem Flughafen bekommt. Was für eine längere Auto- oder Zugreise gilt, gilt auch für deine Reise per Flugzeug: Pack dir was essbares ein! Das können Riegel, Nüsse, Pain au chocolats oder Schokocroissants sein. Trau dich! Spätestens, wenn du die Preise für die Bewirtung im Bordbistro oder über den Wolken siehst, freust du dich doppelt. Zum einen, weil du was leckeres dabei hast. Zum anderen, weil du viele Euro sparen wirst.

Desinfektionsmittel, Feuchtigkeitscreme und Lippenbalsam

Wenn man lange unterwegs ist und viele Türklinken berührt, Sachen kauft oder auf öffentliche Toiletten angewiesen ist, freut man sich wirklich, wenn man einmal seine Hände sauber machen kann. Ein Problem bei öffentlichen Toiletten ist: Du weißt nie, wer die Türklinke angefasst hat, die du benutzt, nachdem du deine Hände gewaschen hast. 😉 Gerade bei den Herren der Schöpfung huschen viele nur zum Pissoir, packen alles wieder ein und zischen direkt wieder ab. Hände gewaschen? Fehlanzeige. Und der Mensch fasst dann die Türklinke an, die du mit gewaschen Händen wieder berühren musst. Tolle Sache.

Genau für den Fall habe ich immer eine kleine Tube Desinfektionsmittel in der Tasche. Hach, der Geruch von frisch desinfizierten Händen steigt mir gerade in die Nase. Herrlich! Für längere Reisen bietet es sich auch an, etwas Creme oder Lippenpflege dabei zu haben. Durch die ständigen Temperaturunterschiede und klimatisierte Luft in Innenräumen können die Lippen ordentlich in Mitleidenschaft gezogen werden. Vor allem in der trockenen Kabine im Flugzeug freut sich jede Lippe über etwas Feuchtigkeit.

Kopfhörer, Streamingdienste und Mediendownload

Wer seine Kopfhörer vergisst, ist aufgeschmissen. Nicht ohne Grund verkaufen Airlines auf jedem längeren Flug immer wieder einige Exemplare von überteuerten Kopfhörern an ihre Passagiere. Allerdings ist auch aufgeschmissen, wer vergisst, sich seine Medien vor dem Flug herunterzuladen. Auf Serien, Musik oder Bücher hast du im Flugmodus nur Zugriff, wenn du sie heruntergeladen hast. Bei Spotify ist das beispielsweise nur möglich, wenn du ein Premium-Abo besitzt.

Ladekabel mit USB-Anschluss oder Powerbank

Ebenfalls aufgeschmissen sind wir heutzutage ohne unser geliebtes Smartphone. Einige Airlines bieten USB-Anschlüsse an den Sitzen an, über die man sein innig geliebtes Telefon während des Flugs laden kann. Bei den Lowcost-Airlines wie Ryanair oder Laudamotion braucht ihr auf so einen Luxus allerdings nicht zu hoffen.

Powerbank

Genau für solche Fälle ist es ratsam, sich eine Powerbank zuzulegen. Über die könnt ihr eure Gerät immer und überall aufladen, sofern ihr nicht das Ladekabel vergessen habt. 😉 Das sollte euch dank dieser Liste ja hoffentlich nicht passieren.

Lieblingsbuch, Magazin oder e-reader

Ich gehöre zur Fraktion der Digital-Leser. Das heißt, ich besitze einen eReader und habe meine Bücher in digitaler Form auf dem Gerät. Wenn ich das vergesse … habe ich nichts zu lesen. Meine Freundin tendiert eher zu den klassischen Büchern. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Der Vorteil eines vergessenen Buches ist allerdings, dass du dir an jedem Flughafen oder Bahnhof dieser Welt einfach ein anderes kaufen kannst. 🙂

Aufblasbares Kopfkissen

Falls ihr zu den Menschen gehört, die immer und überall schlafen könnt: Ich hasse euch! Ich kann das nämlich leider nicht. Aus diesem Grund habe ich immer ein Nackenkissen auf meinen Reisen dabei. Die bekommt ihr auch im Flieger, allerdings würde ich euch empfehlen, es aufgrund des Preises natürlich vorher zu kaufen – und nicht zu vergessen! 😉

Probiert ruhig ein paar Exemplare aus, da jeder Mensch andere Vorlieben hat. Mir ist zum Beispiel wichtig, dass mein Nackenkissen einfach zu transporieren ist, deshalb habe ich ein aufblasbares, aus dem du bei Bedarf die Luft ganz einfach wieder entlassen kannst. Das spart unheimlich viel Platz, allerdings spart man hier dann natürlich am Komfort. Wenn dir ein richtig gepolsteres Nackenkissen lieber ist, dann solltest du hier nicht am falschen Ende sparen! Guter Schlaf ist wichtig und gesund .. und ein tiefer Schlaf verkürzt auch den längsten Flug auf angenehme Zeiten.

Wiederverschließbarer Kulturbeutel / Zipper-Beutel

Wer nur mit Handgepäck reist sollte immer daran denken, dass Flüssigkeiten nur in Reisegrößen transportiert werden dürfen – und diese müssen in einem verschließbaren Beutel aufbewahrt werden. Um Plastik zu sparen und zumindest etwas nachhaltig unterwegs zu sein, könnte ihr hier wiederverschließbare Behältnisse nutzen.

Ich habe zum Beispiel einen durchsichtigen Kulturbeutel, der mit einem Reißverschluss gut gesichert ist. Dadurch erspart man sich eventuell das auspacken bei der Sicherheitskontrolle, falls irgendwas sein sollte. Meistens packt man den Kulturbeutel ja doch schon sehr auf Anschlag und muss danach wieder schauen, alles irgendwie wieder verpackt zu bekommen. Tipp: Ihr könnt auch Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss benutzen. Die gibt es in jedem Drogeriemarkt oder ganz einfach online zu bestellen. Ich persönlich bevorzuge aber die dauerhafte und etwas robustere Lösung meines Beutels. 🙂

Ich hoffe, meine Tipps zum Handgepäck helfen euch, bei eurer nächsten Reise an alles zu denken! Was darf in eurem Handgepäck auf keinen Fall fehlen, wenn ihr verreist? Ich verzichte z.B. nie auf meine Noise-Cancelling-Kopfhörer. Das Brummen im Flugzeug oder lautere Gruppen in Zügen lassen sich dadurch gut unterdrücken, falls man etwas Ruhe haben möchte um sich zum Beispiel auf sein Buch oder den eReader zu konzentrieren. Oder um seine Serie ungestört schauen zu können. 😉

Kevinhttps://stadiontouri.de
... der Mensch hinter dem Blog- und YouTube-Kanal "Stadiontourist". Ist gelernter Programmierer und studierte danach Journalismus und Public Relations. Auf YouTube hat sein Kanal zu Fußballstadien und Fankultur über 1,3 Millionen Aufrufe erzielt. Arbeite eine Zeit lang als freier Journalist für eine Sportzeitung und steuerte Videobeiträge zur Ausstellung "Fan.Tastic Females" bei, die sich mit Frauen in Fußball-Fankurven beschäftigt. Hauptberuflich noch immer irgendwas mit Medien, Schwerpunkt Social Media.

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