6 simple Sparmethoden, die dein Sparbuch wachsen lassen – mehr Geld für Reisen & Co

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Wer verreisen oder in Urlaub fahren möchte braucht vieles. Manchmal einiges an Nerven, wenn ein Flug verspätet ist. Manchmal etwas mehr Zeit, wenn man spät dran ist. Eins ist für viele Reisen aber leider elementar: Geld und Reisebudget. In diesem Artikel verrate ich dir 3 Sparmethoden, mit denen dir das Sparen für deine nächste Reise – ob Familienurlaub oder Städtetrip – leichter fallen könnte. Picke dir die Sparmethoden heraus, die sich für dich am besten in deinen Alltag integrieren lassen. Folgenden ersten Tipp empfehle ich aber jedem, der sparen möchte.

Direkt nach Gehaltseingang Geld sparen – wichtigste aller Sparmethoden

Das ist der wichtigste Tipp, den ich euch geben kann. Deswegen ziehe ich ihn auch direkt an den Anfang der Aufzählung. Ich selbst mache das auch so, weil ich anders herum nicht diszipliniert genug bin, um Geld zu sparen. Ein volles Konto ist eben immer sehr lukrativ, um doch noch mal schnell was bei Amazon bestellen. Sei es nur ein neuer Reiseadapter, ein Koffer oder direkt eine neue Kamera für meine Equipment-Sammlung. Deswegen habe ich mir angewöhnt, direkt etwas zur Seite zu legen, wenn ich mein Gehalt bekommen habe.

Die „Euro pro Kalenderwoche“-Sparmethode

Die Sparmethode ist so simpel, dass ich mich wundere, nicht selbst drauf gekommen zu sein. Ich habe irgendwo mal davon gelesen und fand sie so einfach und effektiv, dass ich sie euch nicht vorenthalten möchte. Die „1-Euro-pro-Kalenderwoche“-Methode lässt euch im Jahr fast 1400 Euro ansparen! Sie ist auch bekannt als „52-Wochen-Sparmethode“.

Geld Sparen mit dieser Sparmethode geht ganz einfach: Für jede aktuelle Kalenderwoche packt ihr einen Euro in eure Spardose oder auf euer Sparkonto, in euer Aktiendepot oder sonst wo hin. Das heißt: In Kalenderwoche eins zahlt ihr einen Euro ein, in Kalenderwoche zwei dann zwei Euro und beispielsweise in Kalenderwoche 12 dann 12 Euro. Da ein Jahr 52 Wochen hat, kommt ihr am Ende des Jahres auf eine stattliche Summe von fast 1400 Euro!

Wenn man nach diesem Muster spart, wird die monatliche Belastung zum Jahresende und somit zur Weihnachtszeit allerdings relativ groß. Daher würde ich empfehlen, die Sparmethode umzukehren. In Kalenderwoche eins legt ihr 52 Euro zur Seite, in Kalenderwoche drei dann 49 Euro (52 Euro – 3 Euro) und in Kalenderwoche 15 zum Beispiel 37 Euro (52 Euro – 15 Euro). So verteilt ihr die dicke Last auf den Jahresanfang und habt Ende des Jahres mehr Geld für Weihnachtsgeschenke. 😉

Regelmäßiges Sparen ist wichtig für alle Sparmethoden. Ein Kalender kann dabei helfen.
Regelmäßiges Sparen ist wichtig für alle Sparmethoden. Ein Kalender kann dabei helfen. Foto: Nathan Dumlao on Unsplash

Die 50-20-30-Sparmethode

Was erstmal wie eine Diät oder sehr komische Körpermaße aussieht, ist keine direkte Sparmethode. Die 50-20-30-Sparmethode ist eher eine Art Budgetierung und Lebensweise, wie ich finde. Sie hilft dir bei der übergeordneten Kategorisierung und generellen Sortierung deiner Finanzen. Das sorgt dafür, dass du am Ende mehr Geld sparen kannst. Genau aus diesem Grund ist es für mich doch eine Art des Sparens und muss in eine Auflistung von Sparmethoden aufgenommen werden.

Die 50-30-20-Spartmethode hilft euch, euch selbst zu kontrollieren. Selbstdisziplin ist gut, aber manchmal benötigt es Richtwerte, um sich selbst kontrollieren zu können. Diese Methode hilft euch dabei und sieht vor, dass

  • 50 Prozent eures monatlichen Gehalts für die Fixkosten (Miete, Strom, Internet, Auto, Lebensmittel, …) weggehen
  • 30 Prozent für deinen Lebensstandard vorgesehen sind und
  • 20 Prozent deines monatlichen Einkommens legst du zur Seite oder legst du an.

Generell sagt man, dass nicht mehr als 30% des monatlichen Einkommens für die Miete deiner Wohnung oder des Hauses verbraucht werden sollten. Verdienst du also 2000 Euro Nettogehalt, sollte deine Wohnung nicht mehr als 600 Euro Warmmiete kosten. Auf diesen Wert schauen übrigens auch Vermieter, wenn sie deine Bonität abfragen oder Lohnabrechnungen sehen wollen.

Wenn wir dieses Wissen nun in 50-20-30-Sparmethode integrieren, bleiben für die weiteren Fixkosten nach knapp 20% deines Gehalts übrig, da ungefähr 30% allein für die Miete verplant sind. In Regionen mit hohen Mietpreisen könnte das vielleicht etwas schwierig werden. In diesem Fall könntest du auch eine 60-20-20-Sparmethode daraus machen.

Ebenfalls ein wichtiger Richtwert ist der Kontostand, den dein „für-alle-Fälle“-Sparkonto aufweisen sollte. Hier legst du Geld ab, das für spontan wichtige Ausgaben liegen sollte. Bei einem Notfall-Puffer für „alle Fälle“ (Jobverlust, Waschmaschine kaputt, Auto kaputt, …) sollte man drei Nettogehälter als Notgroschen parat haben. Wenn du die 50-30-20-Sparmethode wählst und im Monat also 20% deines Nettogehaltes sparst, hast du diesen Notgroschen schon innerhalb 15 Monate angespart. Das ist nichtmal ein halbes Jahr – bringt dir danach aber viel Sicherheit und ein gutes Gefühl, falls es mal stürmisch wird.

Die 30 (oder 20) Prozent für den Lebensstandard sind für die Freizeit und ähnliche Dinge gedacht. Ein Kinoabend mit Partnerin oder Partner kostet genau so Geld, wie ein Besuch im Fußballstadion. Genau für solche Aktivitäten ist diese Budget vorgesehen. Auch solltest du deinen Urlaub oder deine Reisen aus diesem Topf bezahlen. Auf die restlichen 20% bin ich ja schon eingegangen. Diese dienen dazu, um eine eiserne Rücklage von drei Nettomonatsgehältern anzulegen. Du kannst auch zeitgleich etwas zurücklegen und einen kleinen Teil deines Geldes aus diesem Topf anlegen. In unserem Beispiel von 2000 Euro Nettogehalt wären 20% also 400 Euro. Davon legst du 200 Euro aufs Sparkonto und 200 Euro legst du parallel an, zum Beispiel über einen ETF-Sparplan.

Info: Du kannst auch bei deinen Freizeitbeschäftigungen wie Urlaub bares Geld sparen, ohne auf zu viel Luxus verzichten zu müssen.

Der Vorteil der 50-30-20-Methode ist, dass du deine Finanzen immer geordnet und einen guten Überblick über sie hast. So schaffst du es ganz bequem Geld zu sparen und weißt immer, wie viel Geld du im Monat wofür zur Verfügung hast. Natürlich bist du nicht verpflichtet, die vorgegebenen Budgets bis zum Limit auszureißen. Wenn du mit 40% im Fixkosten-Punkt auskommst, kannst du das restliche Geld im Bestfall auf den Sparplan packen. So würde aus der 50-30-20-Sparmethode dann eine 40-30-30-Methode.

Der „Drei-Tage-Check“ oder die 10-Minuten-Regel als Sparmethode

Abschließend habe ich noch einen kleinen psychologischen Trick für dich, der mir auch schon das eine oder andere Mal ein paar Euronen eingespart hat.

Gerade in Zeiten des Coronavirus‘ boomt der Onlinehandel. Ich neige aber auch im Normalfall dazu, mir meine Sachen online zu bestellen, anstatt sie im Laden zu kaufen. Manchmal ist es aber besser, nicht sofort auf den „jetzt bezahlen“-Button zu drücken, sondern sich das alles noch ein paar Tage durch den Kopf gehen zu lassen. Bei der „Drei-Tage-Check“-Methode wartet ihr mit eurer Kaufentscheidung drei Tage ab. Beispiel: Ihr seht im Onlineshop eine neue Smartwatch (die hier nutze ich), die ihr euch kaufen möchtet. Mein Tipp: Nicht direkt kaufen! Ihr könnt die Uhr gerne irgendwo abspeichern auf eurer Merkliste und in drei Tagen öffnet ihr die Webseite mit der Uhr nochmals.

Oft ist die Kaufimpuls in dieser Zeit so weit abgeflacht, dass ihr euch doch gegen einen Kauf des Produkts entscheidet. Das Geld, was ihr eingespart habt, könnt ihr dann ganz oder anteilig auf euer Sparkonto legen! Ihr werdet nicht glauben, was da für Summen innerhalb eines Jahres bei rumkommen können… Man gibt dann doch wirklich sehr viel Geld für ziemlich viel Scheiße aus, die man eigentlich doch nicht braucht. 😉 Solltet ihr nach drei Tagen immer noch Lust haben, euch das Produkt zu kaufen und der Kaufimpuls ist relativ groß, dann schlagt zu. Für wirklich hartnäckige Sparer gibt es anstatt dieser Sparmethode noch die Variante mit 30 Tagen statt drei Tagen.

Die 10-Minuten-Regel funktioniert ähnlich, aber ist nicht für Online-Shopping gedacht. Hier geht es darum, eure Kaufimpulse zum Beispiel im Supermarkt etwas zu strukturieren. Wenn ihr so durch die Regale schlendert und plötzlich Lust auf etwas bekommt, was gar nicht auf eurer Einkaufsliste steht, geht erstmal nochmal daran vorbei. Wenn ihr am Ende eures Einkaufs immer noch Lust darauf habt, könnt ihr zurückgehen und es euch immer noch mitnehmen. Oft hat man an der Kasse aber lange schon wieder vergessen, was man eigentlich gerade noch kaufen wollte, aber eigentlich gar nicht brauchte.

Wenn du mit der 3 bis 30-Tage oder 10-Minuten-Regel als Sparmethode noch so deine Probleme hast und deine Spontankäufe nicht ganz vermeiden kannst, habe ich noch einen Extra-Tipp für dich. Frage dich bei einem Kauf, wie viel Zeit er dich kostet! Das heißt, du rechnest deinen Stundenlohn aus (das kann manchmal sehr frustrierend sein). Dann kannst du dir ausrechnen, wie viele Tage bzw. Stunden du für dieses Produkt wirst arbeiten müssen. Ziehe dabei aber auch andere wichtige Faktoren mit ein, wie die Zeit, die du für den Arbeitsweg brauchst. Das rückt manche Produkte nochmal in ein anderes Licht und du überlegst zweimal, ob du es dir wirklich anschaffen willst.

Die klassische Sparmethode: Kleingeld in die Spardose

Das ist wohl die klassischte Sparmethode der Welt: Kleingeld in eine Spardose packen. Klingt banal, kann je nach Methode aber wirklich effektiv sein! Beim Spardosen-Sparen gibt es verschiedene Modelle, die sich umsetzen lassen. Du könnt zum Beispiel einen bestimmten Münzwert jedes mal in die Spardose schmeißen, wenn ihr ihn erhalten habt. Verständlicher formuliert: Du entscheidest dich für die „2€-Methode“. Fortan wirfst du jedes zwei Euro stück, welches zu erhältst, am Abend in die Spardose.

Wichtig ist hierbei, die Münzen tagsüber dann nicht auszugeben! Das kannst Du mit allen Münzen machen, die dir in den Sinn kommen. 1€ oder 50-Cent-Münzen eignen sich auch sehr gut für diese Methode. Oder Du machst es wie ich und schmeißt am Ende eines Tages einfach dein gesamtes Münzgeld in deine Spardose. Ich diszipliniere mich hier etwas selbst, indem ich ein Portemonnaie ohne Kleingeldfach besitze. Ich stecke Wechselgeld dann immer in die Jackentasche und wenn ich Abends nachhause komme, packe ich die Münzen direkt hinein. Diese Sparmethode könnt ihr auch mit 5-Euro-Scheinen durchführen und einfach jeden 5-Euro-Schein, den ihr bekommt, in eine Spardose stecken. Richtige harte Sparer können beide Varianten kombinieren.

Die 365 Tage Cent-Sparmethode

Diese Sparmethode fällt unter die Kategorie „Wer den Cent nicht ehrt, ist den Cent nicht wert“ oder „Kleinvieh macht auch Mist!“ Sie ist eine Adaption der 52-Wochen-Sparmethode sowie der Kleingeld in die Spardose-Methode. Anstatt wochenweise Geld aufs Sparkonto zu überweisen, könnt ihr euch hier täglich euer persönliches „Spar-Erfolgserlebnis“ abholen. Das funktioniert ganz einfach: Für jeden Tag des Jahres schmeißt du den dementsprechenden Cent-Wert in deine Spardose. Am 1. Kalendertag des Jahres (1.1) ist das ein Cent, am 2. Januar zwei Cent und am 30. Januar schon 30 Cent. Über 365 Tage im Jahr kommt somit ein stattlicher Betrag von 667,95 Euro zustande, nur durch Cent-Beträge! Na gut, nach ungefähr einem Drittel des Jahres werden es Euro-Beträge, die wir in Cent umrechnen. 😉

Das waren alle Sparmethoden, die ich so auf Lager habe. Alle davon habe ich selbst ausprobiert und mir einen für mich perfekten Mix zusammengestellt. Wie am Anfang des Textes erwähnt, lege ich am Anfang des Monats mein Geld direkt zur Seite, ich arbeite also nach der 50-30-20-Methode. Dazu ergänzend nutze ich den Klassiker: Alles Kleingeld in die Spardose. Die 5-Euro-Scheine behalte ich aber meistens, falls ich mir unterwegs doch mal irgendwo an einem Kiosk oder ähnliches spontan was zu Trinken kaufen möchte. Jetzt bist du dran: Verrate mir doch in den Kommentaren, wie du für dich am effektivsten sparst. Vielleicht hilft dir eine meiner Sparmethoden ja, noch ein paar Euro mehr für deinen nächsten Urlaub zur Seite zu legen. 🙂

Kevinhttps://stadiontouri.de
... der Mensch hinter dem Blog- und YouTube-Kanal "Stadiontourist". Ist gelernter Programmierer und studierte danach Journalismus und Public Relations. Auf YouTube hat sein Kanal zu Fußballstadien und Fankultur über 1,3 Millionen Aufrufe erzielt. Arbeite eine Zeit lang als freier Journalist für eine Sportzeitung und steuerte Videobeiträge zur Ausstellung "Fan.Tastic Females" bei, die sich mit Frauen in Fußball-Fankurven beschäftigt. Hauptberuflich noch immer irgendwas mit Medien, Schwerpunkt Social Media.

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